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Essen als Stressventil

Essen ist ein beliebtes Ventil, um den Stresspegel zu senken. Doch die „Entspannung“ ist nur von kurzer Dauer.

 

Essensgedanken

Lebensmittel versorgen unseren Körper in erster Linie mit Energie und Nährstoffen. Schwierig wird es, wenn Lebensmittel, meist unbewusst, regelmäßig zur Kompensation tiefliegender Bedürfnisse eingesetzt werden. Die Suche nach Trost, Entspannung oder der Wunsch nach Sicherheit und Geborgenheit sind aber Bedürfnisse, die Essen nicht befriedigen kann. Dennoch ist Essen ein sehr beliebtes Ventil, um den Stresspegel zu senken.

Besonders die negativen Stressquellen wie Überarbeitung, sozialer oder emotionaler Druck, Einsamkeit, Frust, Langeweile oder Kummer können einen starken emotionalen Hunger auslösen. Dieser tritt plötzlich auf, fordert sofortige Befriedigung, kann aber nicht gestillt werden. Denn beim emotionalen Essen spielt das körperliche Bedürfnis nach Energie und Nährstoffen eine untergeordnete Rolle. 

Stress und Frust gehen häufig Hand in Hand

Zusätzliches Problem: Nach dem Essen sind die Probleme immer noch nicht geklärt – Stress und Druck kommen zurück. Nur diesmal begleitet von Gewissensbissen, weil zur Schokolade, zum Keks oder den Chips gegriffen wurde. Zum beruflichen oder privaten Stress gesellt sich damit noch Frust dazu.

Frust kann entstehen, wenn eine Situation nicht entsprechend unserer Erwartung verläuft. Dazu gehört z.B. auch, wenn ein Ziel aus unserer Sicht nicht schnell genug erreicht wird oder wir von selbstgesteckten Zielvorgaben abweichen. Entweder akzeptieren Sie den Rückschlag als Chance, um Neues zu lernen und machen sich dann wieder motiviert und geduldig an die Zielerreichung. Oder aber Sie ärgern sich, sind entmutigt und verfallen ins Grübeln. Das ist oft so zermürbend, dass die Verlockung groß ist, alles abzubrechen.

Stress und Frust können sich gegenseitig verstärken und mit Essen und Gewissensbissen einen Teufelskreis eingehen, der im schlimmsten Fall zu einer (erneuten) Gewichtszunahme führt. Letztere fördert zusätzliche Unzufriedenheit und begünstigt wiederum Stress und Frust. Dies verleitet dann wieder zum Essen. Ein Teufelskreis!

Stress- und Frustessen sind also eine „gefährliche“ Gewohnheit. Aber Bedenken Sie: Sie haben es in der Hand! Lassen Sie Stress und Frust nicht die Überhand gewinnen, denn, sonst kann der Erfolg der Lebensstilumstellung gefährdet sein.



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