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Diabetes mellitus Typ 2

Ursachen und Symptome

 

Diabetes mellitus bedeutet „honigsüßer Durchfluss“. Damit ist bereits ein wesentliches Merkmal dieser Erkrankung erfasst. Wird die Erkrankung nicht behandelt, so wird ab einer bestimmten Höhe des Blutzuckers, Zucker über den Urin ausgeschieden. Meist liegt dieser Bereich bei einem Blutzuckerwert zwischen 160-180 mg/dl (8,9-10 mmol/l). Dies bezeichnet man als Nierenschwelle.

In den letzten Jahrzehnten ist das Auftreten von Diabetes Typ 2 besonders in den Industriestaaten dramatisch angestiegen. In Deutschland leiden nach Angaben des Verbandes Deutscher Internisten etwa sieben Millionen Menschen an dieser Erkrankung. Früher wurde der Diabetes Typ 2 fälschlicherweise häufig als „Altersdiabetes“ bezeichnet. Es handelt sich dabei aber keineswegs um eine Krankheit des höheren und sehr hohen Lebensalters. Mittlerweile häufen sich die Diabetes Typ 2 Diagnosen auch bei jüngeren Menschen.

Was ist die Ursache von Diabetes mellitus Typ 2?

Lebensmittel und Getränke enthalten neben anderen Nährstoffen häufig auch Kohlenhydrate. Unter dem Begriff Kohlenhydrate werden verschieden Zuckerarten und Stärke zusammengefasst. Kohlenhydrate werden im Körper zu Einfachzuckern, wie zum Beispiel Traubenzucker (Glukose), abgebaut.

Um die Glucose in die Zellen aufzunehmen, benötigen die Zellen einen „Türöffner“. Dieser Türöffner ist das Hormon Insulin, das in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse produziert und von dort direkt in die Blutbahn abgegeben wird.

Isst ein gesunder Mensch kohlenhydrathaltige Lebensmittel, wie beispielsweise Brötchen, Nudeln, Joghurt, Obst oder Zucker, steigt sein Blutzuckerspiegel an. Die Bauchspeicheldrüse schüttet eine, dem Bedarf angemessene, Insulinmenge aus.

Insulin öffnet die Zelltüren. Glucose strömt vom Blut in die Zellen und der Blutzuckerspiegel sinkt wieder.

Bei Diabetes mellitus Typ 2 ist dieser Mechanismus jedoch gestört, sodass Glucose nicht in ausreichendem Maße aus dem Blut in die Zellen gelangt. Die Blutzuckerwerte steigen an.

Oft kann die Bauchspeicheldrüse zunächst noch ausreichend Insulin produzieren, das Hormon kann aber seine Wirkung an den Zellen nicht mehr optimal entfalten. Dieses Problem wird als Insulinresistenz bezeichnet. Die Insulinresistenz steht sehr häufig im Zusammenhang mit Bewegungsmangel und Übergewicht. Gerade eine vermehrte Ansammlung von Fett im Bauchraum begünstigt die Insulinresistenz.

Der Blutzucker steigt an, obwohl die Bauspeicheldrüse das Hormon in größeren Mengen zur Verfügung stellt.

Ist im engeren Familienkreis bereits jemand an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt, so ist das Risiko selbst daran zu erkranken – besonders wenn Bewegungsmangel und Übergewicht hinzukommt – erhöht.

Symptome

Man kann die Diabetes-Symptome in kurzfristig auftretende, akute Krankheitszeichen und langfristige, meist anhaltende Symptome unterteilen. Die Symptome beim Diabetes Typ 2 kommen oft schleichend, über mehrere Monate hinweg zum Vorschein.

Die klassischen Symptome wie hohe Blutzuckerwerte, vermehrter Durst, häufiger Harndrang, schlecht heilende Wunden, verstärkte Müdigkeit und ungewollte Gewichtsabnahme treten dabei selten auf, sodass die Diagnose der Erkrankung oft erst im Rahmen einer Routineuntersuchung oder zufällig, im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung aufgrund anderer Erkrankungen gestellt wird.



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