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Inselkind

 

Die ersten Möwen vor dem Fenster.

Die ersten Leute auf dem Weg.

Das Meer rauscht aus der Ferne, jetzt weiß ich was mir fehlt. 

Fehlt, wenn ich nicht hier bin. 

Das Gefühl von Salzwasser in der Nase und wenn der Wind durch meine Haare weht. 

Das Gefühl von: "Guten Morgen! Ich kann es kaum erwarten, jetzt wird richtig gelebt."

Eine Nebelbank am Himmel und dahinter liegt das Meer. 

Ich kann es hören, kann es riechen, kann fühlen hier gehör ich her. 

Ich hab es vermisst, vermisst so richtig frei zu sein, frei von Gedanken die nichts bringen und Träume dir nichts werden, frei von Stress und Schlaflosigkeit und frei von "Das muss ich noch machen." und "Da war doch noch was?". 

Fühle mich so bestimmt, so am richtigen Ort. 

Bin innerlich ruhig und doch aufbrausend wie das Meer. 

Ich will hier nicht mehr fort und muss trotzdem in die Realität zurück. 

Ich muss der Wahrheit in die Augen sehen. 

Diese Zeit ist jetzt und wird so schnell vergehen. 

Ich muss wissen, dass es alles nicht für immer ist und das ich Abschied nehmen muss vom Meer, vom Sand, vom Wind in meinem Haar, von der Heimat die man erlebt haben muss.



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