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Alles bleibt, nur nicht die Zeit

A

 


Es ist kalt und die Nacht bricht herein,

auf einer verlassenen Straße,

ein paar Freunde in einer einsamen Gasse

sitzen zusammen bei einem herben Wein.


Das flackernde Licht

einer kaputten Laterne

scheint auf ihr müdes Gesicht,

Zeit und Geld für eine gute Taverne

haben die alten Männer nicht.


Die ganze Welt ist an ihnen vorbeigeflogen,

Aber manchmal bricht ein Lächeln ihr monotones Tun,

erwacht aus der Kiste der verblassenden Wogen

in der Truhe der Erinnerungen, wo sie schlummern und ruhen.


Auf einer menschenüberfüllten Straße

gibt es eine Person mit Verstand,

und so läuft sie durch eine überströmte Gasse,

in Gedanken durchs ganze Land.


Für sie gibt es kein Gestern, Morgen oder Heute,

sie fühlt nur die schnellen Schritte der Gedanken der vielen Leute.


Manchmal kann man sie sehen,

oft aber wird sie vergessen,

in den schäumenden Wogen beim Träumen

reißt sie schnell kleine Schlitze zu einem Weg

zu verbotenen Räumen.


Einst saß sie beim Kamin,

in Gedanken beim Feuerschein,

doch ohne die Beachtung der Menschen

läuft sie mit ihnen, gesehen

und doch allein.


Manche Gedanken der Menschen sind zu kurz um sie zu vollenden

und so holt die müde Weberin der Träume

die Schere um sie zu zerschneiden

um sie zu beenden.


Diese Person mit Verstand, die Zeit, entscheidet

welche Träume in Erfüllung gehen, welche nicht

aber ein erfüllter Kindheitstraum lässt einen strahlen

wie ein leuchtender Stern übers ganze Gesicht,

ein Glück wie man sich niemals traute auszumalen.


Denn die Zeit muss manche Träume in Fesseln legen,

man muss nur daran glauben, dann werden sie nicht verwehrt,

denn ohne die Zeit wäre das Leben

nicht mehr schön und lebenswert.



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