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Lichter der Zukunft

Es ist nicht immer leicht den ersten Schritt zu machen, denn man weiß nie wo es einen am Ende hinführt.

 

Ich sitze in Dunkelheit. Ich weiß nicht wo ich bin, wo ich hin will. Niemand kann es mir sagen. Nicht einmal ich selbst.

Sie rufen nach mir. Ihre Stimmen hallen in der Dunkelheit wider, erreichen mich, aber kommen nicht richtig an. Was ist das Richtige?

Die Lichter flackern in der Entfernung und ich muss mich für eine Richtung entscheiden. Ich sehe nicht wohin der Weg mich führt, was mich erwartet. Ist es das wonach ich suche?

Ich habe Angst.

Alle zerren an mir, wollen eine Entscheidung von mir hören. Sie wollen das Beste für mich. Das Richtige. Das was mich glücklich macht, auf den richtigen Weg bringt, mir am meisten bringt. Was ist es? Gibt es eine richtige Entscheidung? Oder ist es letzten Endes egal? Führen nicht alle Wege letztendlich zum selben Ziel?

Ich weiß es nicht mehr.

Und ich renne.

Ich renne weg, vor meiner Verantwortung und meinen Freunden, vor meiner Heimat, meiner Familie, meinem Leben.

Ich verschließe meine Augen vor den Lichtern der Zukunft und halte mir die Ohren zu, um die bittenden Stimmen der Menschen um mich herum nicht zu hören.

Niemand kann mich erreichen.

Nicht einmal ich selbst.

Wenn ich meine Augen wieder öffne und die Hände von den Ohren nehme, um das Leben wieder zuzulassen, sind die Lichter weiter weg als je zuvor. Ich stehe wieder ganz am Anfang. Vollkommen ratlos stehe ich in der Dunkelheit und werde von den drängenden Stimmen meiner Mitmenschen beschallt, die alle nur das Beste für mich wollen.

Ich drehe mich im Kreis. Die Lichter verschwimmen mit der Dunkelheit, die Stimmen werden immer lauter, schreien mich an.

Ich weiß nicht mehr wohin mit mir. Wusste es nie wirklich. Ich muss mich entscheiden. Wonach suche ich?

Ich werde es nie erfahren, wenn ich mich nicht auf den Weg mache.

Es macht mir Angst. Ich werde vielleicht den falschen Weg nehmen. Die falsche Abzweigung wählen und an einem Ort landen, an dem ich nicht sein möchte.

Aber das spielt keine Rolle. Denn ich kann weitergehen. Einen neuen Weg wählen. Vollkommen egal, wie lange es dauert, ich werde es finden.

Ich muss mich nur auf die Suche machen



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