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WorldWideTravelling


Mona

Der Mythos ‚Regenzeit’

In den deutschen Sommerferien verschlägt es Reisende gerne nach Südostasien. Die schönen Strände, das tolle Wetter und günstige Preise laden hierzu mehr als ein. Dennoch stolpert jeder mit dieser Idee über ein Wort, welches die gesamte Reise ins Wasser fallen lassen könnte: Die Regenzeit. Was es hiermit wirklich auf sich hat sag ich euch in diesem Artikel.

 


Wenn es zu dem Begriff ‚Regenzeit’ kommt, verbinden wir damit schnell das deutsche Wetter. Ist das Wetter in Deutschland schlecht, regnet es den ganzen Tag und man sieht nur noch grau in grau. In so einer Wetterlage möchte natürlich niemand reisen. Südostasien hingegen liegt in einer tropischen Klimazone. Zwei Jahreszeiten beschreiben den Zyklus: Trockenzeit & Regenzeit. Die Trockenzeit (High Season) beginnt im November und endet im April. Die Regenzeit (Low Season) verläuft von Mai bis Oktober. Im Gegensatz zum deutschen Schlechtwetterregen formt sich der Regen während der Regenzeit ganz anders. JA, es kann viel und häufig regnen. Allerdings handelt es sich um Regenschauer, welche meist maximal zwischen 2-3 Stunden anhalten. Vorher und nachher ist der Himmel trotzdem strahlend blau mit vielleicht einigen kleineren Wolken. Die Regenschauer kommen vor allem in den Nachmittags- bzw. Abendstunden herunter. Wer sich darauf einstellt, kann seinen Tag früher beginnen, um dem nervigen Regen aus dem Weg zu gehen.

Auch ich bin mehrere Male während der Regenzeit durch Südostasien gereist. Hierbei sind mir einige Vorteile aufgefallen, weshalb die Low Season perfekt für Reisen nach Südostasien ist.  

#1:  Landschaft 

 

Ganz klar bringt die Regenzeit den Vorteil, dass auch die Flora und Fauna in den Ländern von den Wassermassen profitieren. Im Gegensatz zur Trockenzeit erstrahlen die Länder in Ihren tiefsten Farben. So erscheint die Landschaft schön grün und blühend und begeistert in die Realität, sowie auf den Fotos für die Familie zu Hause.

#2: Preiswerter

 

Ein weiterer Grund in der Low Season zu reisen sind die Preise. Von Unterkünften bis Essen lassen sich hier starke Preisunterschiede zwischen High Season und Low Season ausmachen. Unterkünfte können je nach Region um bis zu 50% billiger sein. Auch Flüge innerhalb Asiens können zu günstigeren Preisen bekommen werden. Besonders bei flexiblen Reisedaten können Promotion-Preise ergattert werden. Zudem lassen sich auch Preisunterschiede bei der Verpflegung und Touren ausmachen. 

#3: Weniger Touristen 

 

Das beste an der Nebensaison sind die nicht vorhandenen Touristenmassen. Wer sich wünscht einen kompletten Traumstrand für sich alleine zu haben, kommt an der Regenzeit kaum vorbei. Auch die großen Touristen-Attraktionen können mit auffällig geringeren Menschenmassen besucht werden.

Gerade wer spontan reisen möchte und noch keine festen Route hat profitiert von der Regenzeit. Nicht nur sind die Unterkünfte billiger, sondern vor allem sind Hostels und Hotels nicht bereits voll ausgebucht. So kann man spontan in einen Ort fahren, ohne schon vorab die Unterkunft zu buchen. Dies entnimmt der Reise einiges an Stress.

#4: Geringere Hitze

 

Ein großer Pluspunkt der Regenzeit ist die abschwächende Sonneneinstrahlung durch kleinere oder größere Wolkendecken. Dies ist jedoch nicht damit zu verwechseln, dass man keinen Sonnenbrand bekommen kann. Auch trotz der Wolken ist die Sonne sehr viel stärker als in Deutschland.

Nach einem langen, sonnigen und heißen Tag freut man sich manchmal sogar über einen kurzen Regenschauer. Dieser kühlt die gesamte Umgebung, sowie dich selber ab und bietet Erholung von der sonst so ermüdenden und schwülen Hitze. Wie bereits erwähnt dauern Regenschauer maximal 2-3 Stunden an. Danach macht sich relativ schnell wieder die Wärme breit und trocknet alles innerhalb weniger Minuten. Also, wenn auch du trotzdem mal nass werden solltest fängt man nicht sofort an zu frieren wie hier. Man sollte allerdings darauf achten, dass man leichte Kleidung mitnimmt, welche auch nach einem Regenschauer gut und schnell trocknet! 

#5: Entspannungszwang

 

Der letzte Punkt bietet besonders Langzeittravellern einen großen Vorteil. Gerade beim Reisen passiert es häufig, dass einen die Angst überwältigt, man könnte etwas verpassen. Dadurch ist man jeden Tag unterwegs, entdeckt neue Orte, trifft neue Menschen etc. Nach einiger Zeit können die vielen verschiedenen Eindrücke den Körper ermüden und die Aufnahmefähigkeit reduzieren. Regenschauer geben einem die Zeit, ohne schlechtem Gewissen im Hostel zu bleiben, Erlebnisse der vergangenen Tage zu verarbeiten und dem Körper eine Auszeit zu geben. Sobald der Regenschauer vorüber ist, können dann ausgeruht die nächsten Abenteuer angesteuert werden. 



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