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vervignettiert

er liebte es draußen zu sein

an diesem niemandsort

kühle unbeschwingliche luft

auf seiner zarten haut

nimmt einen zug

dieser kälte und genießt

die zeit allein

für sich

genießt die ruhe des schwarzen

das anonyme rauschen

zwischendurch blinkt etwas

was ihm zeigt

er ist nicht allein

auch wenn er sich so fühlt


neulich ging er dann nochmal hin

er wusste, dass es ihn zurückwerfen würde

doch trotzdem verspürte er diesen zwang

er streifte die hochgewachsenen grashalme am rand

verfremdet stand er nun dem gegenüber

was einst so vertraut war

leerstelle

während alle gefühle da hinten blieben

im nebel des staubes

zogen die erinnerungen weiterhin mit

er zögerte doch überwand sich

näher zu der erinnerung an eine erinnerung zu treten

gesplittert sah er zwischen

netzhautflimmern und augenzucken

in das verstaubte reflektierende glas

Da

griff nach dieser erinnerung

zu spät

ewiges aussetzen

alles was bleibt sind unzählige stechende scherben

er sah in seine hand

fühlte die erinnerung

und den schmerz

still stand er nun dort

mit einem festen stand

der doch so schnell zerbrechen könnte

es wird nie wieder so werden.

aber vielleicht ist das gut so.

 




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