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Die Suche selbst,  ist die Erfüllung. 

 

Die Bäume, sie tragen diese Nadelkleider. Jede einzelne Nadel ist besonders, doch sie alle tragen dieses beruhigende grün. Es ist als versetze mich allein diese Farbe, in eine Art Trance. Einen Moment lang bin ich dankbar, dankbar das diese Bäume exakt diese Farbe tragen.  

Seid einigen Stunden bin ich nun unterwegs, laufe durch den verdichteten Wald und spüre den kalten Wind in meinem Gesicht, der sich wie Millionen von kleinen Eiszapfen, in meine Haut bohrt. 

Schon mehrere Male, meldete sich mein verstand, um mir mitzuteilen, dass es besser wäre, nun umzukehren. Ich würde mich sonst sicher verlaufen, schließlich wurde es langsam dunkel. 

Doch jedes Mal wenn mein Kopf die Oberhand gewann und ich meinen Verstand gehorchen wollte. Hatte ich das verlangen zusammen zu brechen und es überkamen mich die Tränen. Denn ich wollte diesen Magischen Ort nicht verlassen. 

Es war als wäre meine Seele an diesen Ort gebunden. Und es war ein Kampf zwischen dem Verstand und dem verlangen meiner Seele. Denn während dem Versuch meines Kopfes, mich zurück zu ziehen, zerrte meine Seele mich nach vorne, um weiter zu suchen. Ich sollte hier etwas finden, soweit ist mir klar. Doch wie soll man etwas finden, ohne zu wissen, wonach man auf der Suche ist? 

Während meine Gedanken umher sprangen, erreichte ich einen See. Am Füße eines gewaltigen Berges.  Noch nie kam mir die Natur so präsent vor. Als würde sie hier direkt in mein Angesicht blicken. In der Abenddämmerung, wirkte der See, als würde er alles spiegeln, Gefühle, Gedanken, doch vorallem reflektierte er meine derzeitige ruhe. 

Auf einmal Empfand ich ein ganz eigenartiges Gefühl.  Eine Art Glück und doch wollte ich weinen.

Ich Begriff das es Erfüllung ist. Ich musste weinen denn noch nie in meinem Leben habe ich mich so vollständig gefühlt. 

Ist es das, wonach meine Seele, mich auf die Suche schickte? 

Ist Erfüllung, das was ich finden sollte? 

Als würde mein Körper mit diesem Gefühl verschmelzen wollen, wollte ich in den See hinein. Es wurde tiefer, doch ich hielt nicht an.  Und es wurde schwarz um mich herum.

Ich schreckte auf, nicht wie man es bei Albträumen tat. Ich schreckte auf weil ich nun wusste wonach ich suchte. Ich würde es sogar als Offenbarung bezeichnen. Die Uhr auf meinem Nachtisch zeigte 4:12Uhr. Und ohne groß nachzudenken, sprang ich auf, packte meine Koffer und fuhr zum Flughafen. Ich werde mich nun auf die Suche machen. Auf die Suche nach dem Wald der mich erfüllt hat und meine Seele gefangen hält. 

Denn die Suche selbst, ist die Erfüllung.  



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