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Was macht DICH glücklich?

Weniger ist das neue mehr. Also las los und werde frei.

 

Freiheit ist das, was wir uns alle vom Leben erwarten. Freiheit wird oft definiert mit Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen. Aber wann ist man unabhängig? Die Antwort ist frustrierend aber wahr: Nie. Wir leben in einer physischen Welt in der Raum, Zeit, Materie, Kräfte, Emotionen und mehr ständig in unserem Leben sind. Völlige Freiheit ist nur zu erlangen, wenn man sich in völligem Nichts befindet.

Der Buddhismus empfindet dies als das Endziel und Erlösung, die man erlangt, wenn man sich ein gutes Karma erarbeitet hat und zur Erleuchtung kommt. Dann 'verdient' sich der Buddhist die Erlösung im Void. Nun können wir in diesem Leben nicht ins Nichts gelangen, müssen also versuchen so wenige äußere und innere Einflüsse wie möglich im Umfeld zu haben um der Freiheit möglichst nahe zu kommen, da sie niemals vollkommen erreicht werden kann. Ich plädiere daher für mehr Entspannung. Der Kampf der zwei Mächte IMMER MEHR vs. IMMER WENIGER wird im Großteil unseres Lebens von dem Wunsch nach mehr geprägt. Mehr Geld, ein besseres Auto, größeres Haus, Beförderung sowie materielle Güter allgemein; Die Grundmotivation ist olympisch: höher schneller weiter. In einem Wort: Mehr.

Um die Kräfte im Gleichgewicht zu halten ist es essentiell dem "Weniger" in unserem Leben mehr Platz einzuräumen. Erstrebenswert ist dabei Reize zu minimieren - vor allem negative - bedingt von außen oder innen.

Was braucht man schon um glücklich sein zu können? Bestimmt keine 10'000 Gegenstände, die der Durchschnitts-Deutsche besitzt. Jedes Objekt ist wie eine Kette, die dich von Freiheit fernhält, da es Aufmerksamkeit verlangt.

Auf meiner Reise durch Neuseeland und Australien habe ich gemerkt was die schönsten und freisten Momente im Leben sind. Das waren nicht Helikopter fliegen oder mit Walhaien tauchen. Es ist das Lieblingslied zu hören, es ist ein Lagerfeuer zu machen, auf einem Berg zu sitzen, es ist sich zu küssen oder einen neuen Menschen kennenlernen. In Meditationen versuche ich keine Gedanken zu haben und somit dem Nichts möglichst nahe zu sein. Das Leben hält uns so viele Welten bereit. Aber wir müssen mit offenen Augen leben, da wir viele sonst verpassen. Das Glück verbirgt sich darin sich für die richtige Welt zu entscheiden. Entscheidungen können unser Leben schwer machen oder es vereinfachen. Es ist die Last unseres Lebens - oder gerade das Gute - aber in jedem Fall eine Tatsache an der nicht lamentiert werden sollte, sondern an der man ständig wachsen und daraus lernen muss. Mache dir bewusst was du hast und was du kannst und mache das Beste daraus.

Verschwende deine Zeit nicht damit ALLES haben, verstehen oder können zu wollen. Strebe nicht nach mehr, sondern gib dich auch mal mit Weniger zufrieden.

Wenig ist das neue mehr.

Also lass los und werde frei.



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