published in 'PublicMe' on Juptr.io

0
0

1000 Wege und doch nur Einer.

 

Ich bin stets nach vorne gelaufen, doch sah keinen Weg.

Nun steh ich am Abgrund. Ich bleibe kurz stehn. Soll ich nach vorne laufen? Ist das mein Weg?

Alles in meinem Körper schreit nicht weiter zu gehn. Auch mal nach links und rechts zu blicken. 

Bin zu kraftlos um meinen Kopf zu drehn. Das einfachste wäre: Nach vorne zu gehn.


Doch schlender ich durch die Landschaft, trampel keinen eigenen Pfad. Ich werd einfach dort hingehen wo man es sagt.

Ich blicke nach oben. Am Himmel ein Vogel. Wie schön sind doch Flügel und Freiheit. Ein kleiner Windstoß der sie antreibt. Sie fliegen als wollten sie fliehen. Durch meine Gitterstäbe kann ich sie sehen. 


Ich schaue zum See und erblicke Freude. Es beginnt zu regnen und sie verschwimmt. Vielleicht treff ich sie wieder. Zeit verinnt.............


Ich irrte umher. Gute zwei Jahre. Immer auf der Suche nach dem Weg, dem roten Faden. Und plötzlich erkannte ich, er war immer da. 

Mit jedem Schritt den ich setz, mit allem was ich seh. Der eine Weg, der mit mir geht.



Published in: